Es ist immer eine große Freude, ein neues Analysengerät in unserem Gerätepark in Betrieb nehmen zu können. Nachdem das Atomabsorptionsspektrometer (AAS) an der Chemie-Ingenieurschule schon sehr in die Jahre gekommen war, wurde im Bereich Elementanalytik nach einem Ersatz gesucht.

Die Wahl fiel auf ein Agilent Mikrowellen Atomemissionsspektrometer, eine Analysentechnik, die der ICP-OES relativ ähnlich ist. Im Agilent MP-AES 4210 werden die zu analysierenden Proben in ein Stickstoffplasma bei einer Temperatur von ca. 5000°C eingespritzt. Bei dieser hohen Temperatur senden Elemente Strahlung im UV- und sichtbaren Bereich aus, deren Intensität proportional zur Konzentration der Elemente in den Proben ist.

Die Vorteile der MP-AES gegenüber der bisher verwendeten Flammen-AAS sind die Verwendung von Stickstoff als Plasmagas (höhere Sicherheit, geringere Betriebskosten), die Möglichkeit zur Messung von vielen Elementen in einem Durchlauf und niedrigere Nachweisgrenzen. Dieses moderne Analysengerät wird ab sofort in der praktischen Ausbildung unserer Studierenden sowie auch für Diplom- und Abschlussarbeiten eingesetzt werden. Eine aktuelle Diplomarbeit beschäftigt sich zum Beispiel mit der anorganischen Zusammensetzung des Abwassers unserer Schule.